PSG Lyss 2 – KTV Visp 24:28 (14:16)
Der KTV Visp findet zurück auf die Erfolgsspur. Nach zuletzt zwei herben Schlappen setzt sich die Mannschaft von Trainer Petkevicius in einem unspektakulären Spiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Lyss sicher durch, jedoch ohne vollends zu überzeugen.
Eines ist schon mal vorwegzunehmen, der KTV Visp muss im Gegensatz zur letzten Saison nicht bis zur letzten Runde um den Abstieg zittern. Nach dem Sieg am Wochenende ist ein erstes Ziel, der Ligaerhalt, auch rechnerisch gesichert. Doch was nun? Welche Motivation bleibt noch in den verbleibenden 4 Partien. Ein Ziel könnte sicherlich sein, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern, denn auf die viertplatzierten Solothurner hat man bis dato nur 3 Punkte Rückstand. Zuletzt zeigte sich aber, dass der Mannschaft zurzeit die nötige Konstanz ein wenig abgeht. Dies zeigte sich auch am vergangenen Samstag in der Sporthalle Grien. Wie schon so oft in dieser Saison begann man sehr zögerlich und dem neutralen Zuschauer wäre mit Sicherheit nicht aufgefallen, dass hier der Tabellenletzte auf dem Platz war. Denn es waren die Lysser welche zu Beginn das Tempo vorgaben. Bei den Vispern war die Verunsicherung nach den Kanterniederlagen in Solothurn und gegen Genf vor heimischer Kulisse deutlich zu spüren. Vor allem im Abwehrverbund liess man die nötige Aggressivität und demzufolge auch die nötige Härte vermissen. Nachdem die allgemeine Verunsicherung ein wenig abgelegt worden war, steigerten sich die Oberwalliser ein wenig, allerdings ohne zu überzeugen. Denn durch die Tatsache, dass sich die Gäste nun dem Niveau der Lysser anpassten, entwickelte sich nach und nach ein lahmes Handballspiel. Durch gute Wurfquoten von Topskorer John Lenser und Neuzugang Gintautas Vilaniskis lag man zur Pause aber mit 2 Toren in Front. Auch in der zweiten Halbzeit wartete man vergeblich auf hohe Handballkunst. Irgendwie schien es, als würden die Visper mit angezogener Handbremse spielen und sich nur auf die Wurfqualitäten ihrer Rückraumschützen verlassen, zu welchen sich nach der Pause wenigstens noch Spielmacher Matthias Zuber gesellte. So ging es hin und her. Die Lysser konnten scheinbar nicht mehr als das was sie zeigten, was vermuten lässt, dass sie zu Recht die rote Laterne der Tabelle innehaben und die Visper wollten wohl nicht mehr als ihren 4-Tore-Vorsprung über die Zeit schaukeln und dann so schnell wie möglich zurück ins Wallis. Schlussendlich war der Auswärtssieg hier nie in Gefahr, aber niemandem ist ein solch lustloser Auftritt zweier Mannschaften zu gönnen. Wollen die Lonzastädter tatsächlich noch einen Schritt nach vorne tun, so muss man sich am kommenden Samstag gegen den HBC West gehörig am Riemen reissen.
KTV Visp: Kalbermatten David, Matijevic Ivan; Furrer Sascha (3), Heimgartner Benjamin, Lenser John (6), Slatincic Adrian, Stoffel Benji, Studer Joel (1), Vilaniskis Gintautas (8), Vomsattel Bruno, Vomsattel Rafael (4), Widmer Florian (1), Zuber Matthias (5)
