TV Solothurn – KTV Visp 42:22 (21:11)

Herber Rückschlag für den KTV Visp. Die Oberwalliser sind in Solothurn völlig von der Rolle und werden vom Gastgeber mit 20 Toren Differenz nach Hause geschickt.

Nach dem völlig missglückten Auftakt in die diesjährige Meisterschaft, mit zum Teil niederschmetternden Resultaten, hat sich der KTV Visp in den vergangenen Wochen und Monaten gefangen. Ein Grund dafür mag die Verpflichtung des litauischen Routiniers Vilaniskis sein, ein anderer die erhöhte Leistungsbereitschaft in dem zweifellos äusserst talentierten Team. In jüngster Vergangenheit feierte man unter anderem Punktgewinne gegen die selbsternannten Aufstiegsanwärter Handball West, Birsfelden und Leimental und das Ende der Fahnenstange schien noch nicht erreicht zu sein. Nun, trotz Einsatz und Selbstvertrauen gibt es im Sport Momente, an denen schlichtweg alles in die Hose geht. Der vergangene Samstag war für die Visper Handballer so einer. Topmotiviert reiste man am Tag der grossen Fasnachtssause in Visp nach Solothurn. Die Marschroute war klar: in der Deckung so arbeiten wie zuletzt gegen Crissier und Leimental und dann schnörkellos nach vorne spielen. Soviel zur Theorie. In der Praxis aber schlug die Begegnung schon nach wenigen Minuten in eine aus oberwalliser Sicht völlig falsche Richtung ein. Von Beginn weg lief bei den Vispern nichts zusammen. Pässe landeten im Niemandsland, der Angriff war ein laues Lüftchen und die Abwehrarbeit verdiente ihren Namen nicht. Die Gastgeber liessen sich nicht zweimal bitten und zogen bis zur Pause auf 10 Tore davon. Nach dem Seitenwechsel konnten die Lonzastädter zwar die Fehlerquote reduzieren, die Solothurner, um den ehemaligen Visper Zsolt Toth, blieben aber mindestens eine Klasse besser. So verlor man schlussendlich und man muss es leider sagen, auch in dieser Höhe verdient mit 42:22. Während sich die Gastgeber nun über ihre Vorräte an Öufi-Bier hermachten um den Kanterseig gebührend zu feiern trat die Mannschaft von Trainer Petkevicius gefrustet die Heimreise durch die NEAT an. Es bleibt zu hoffen, dass das Team diese Niederlage so schnell wie möglich aus dem Gedächtnis löschen kann, denn der nächste Gegner, der Tabellenführer aus Genf, dürfte nicht gerade als Aufbaugegner angesehen werden. Der KTV Visp hat zwar bisher gezeigt, dass er auch qualitativ bessere Mannschaften schlagen kann, am Samstag ist zur allgemeinen Wiedergutmachung aber ein weiterer Beweis fällig. 

KTV Visp: Kalbermatten David, Matijevic Ivan; Furrer Sascha, Heimgartner Benjamin (1), Lenser John (5), Slatincic Adrian, Slatincic David, Stoffel Benji (1), Studer Joel, Vilaniskis Gintautas (9), Vomsattel Bruno (1), Vomsattel Rafael (5), Widmer Florian,  Zuber Matthias

Kommentieren

Sponsoren
Lade Dir den Flash Player um die Diashow zu sehen.
Vespia 2010

Vespia2010