KTV Visp – Crissier-Lausanne 32:19

Der Aufsteiger Crissier-Lausanne erweist sich als schwacher Gegner, und wird mit 13 Toren Differenz aus der Visper Spielhalle gefegt. In einer für den Zuschauer äusserst unterhaltsamen Partie, holen sich die Oberwalliser den siebten Saisonsieg und vergrössern damit ihr Polster auf den Relegationsplatz auf 9 Punkte. Darüber hinaus werden die Vertragsverlängerungen von Topskorer John Lenser und Trainer Vygindas  Petkevicius bekanntgegeben.

Vor den schwierigen Begegnungen gegen Solothurn und Chênois-Geneve ging es am Samstag auch darum, Selbstvertrauen zu tanken. Allerdings hatten die Gäste aus Crissier zwei Wochen zuvor einen überraschenden Heimsieg gegen die Vikings aus Liestal gefeiert und waren dementsprechend nicht darauf aus, Visp die Punkte ohne Gegenwehr zu schenken, obwohl sie mit gerade mal einem Ersatzfeldspieler ins Oberwallis gereist waren. Und tatsächlich legte der Aufsteiger äusserst couragiert los. Man merkte zwar, dass der Tabellenzehnte qualitativ zurzeit nicht auf dem Level anderer Mannschaften spielen kann, doch machten sie dies mit sehr viel Einsatz wett und da das Heimteam seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht hatte, stand es nach 12 Minuten dementsprechend auch nur 6:6. Dies war Trainer Petkevicius deutlich zu wenig. Er löste sogleich sein Time-Out ein und nahm sich seine Spieler zur Brust. Und siehe da, sofort wurde das Spiel besser. Im Angriff wurde flüssiger durchgespielt und vor allem stand die Deckung mit gütiger Mithilfe von Torhüter Matijevic nun bombenfest. Dieser Tempoverschärfung  musste Crissier aufgrund mangelnder Alternativen auf der Bank bald einmal Tribut zollen und der Gastgeber erspielte sich bis zur Pause einen 10 Tore Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel wurde die Stammformation nach und nach durch Ergänzungsspieler wie Vomsattel und Widmer ersetzt, welche sich in der Abwehr ohne Anlaufschwierigkeiten auf demselben Niveau einfügten wie die Arrivierten, jedoch im Angriff das eine oder andere Mal die letzte Konsequenz vermissen liessen. Dennoch gelang es den Vispern den Vorsprung auf 12 Treffer auszubauen. Mitte der zweiten Halbzeit vereinsamte der Trainer des Aufsteigers dann vollends, da sich einer seiner Schützlinge eine rote Karte eingefangen hatte und die Schlussphase der bereits entschiedenen Partei von der Tribüne verfolgen musste. Zum Schluss setzte sich der KTV Visp klar aber und in dieser Höhe verdient mit 32:19 durch und liess sich vom Publikum feiern. Das Selbstvertrauen für die kommenden Partien ist zweifellos vorhanden, jetzt müssen nur noch die Punkte her.

KTV Visp: Kalbermatten David, Matijevic Ivan; Furrer Sascha, Heimgartner Benjamin, Karlen Aaron, Lenser John, Slatincic Adrian, Slatincic David, Stoffel Benji, Studer Joel, Vilaniskis Gintautas, Vomsattel Bruno, Vomsattel Rafael, Zuber Matthias

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