KTV Visp – HSG Leimental 25:25 (11:13)
Nach einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit holen die Visper gegen den Favoriten aus Leimental zwar ein Unentschieden, doch irgendwie scheint es, dass gegen den Tabellenzweiten eigentlich mehr drin gewesen wäre.
Als die Schlusssirene in der hart umkämpften Partie ertönt war, wurde es kurze Zeit sehr hektisch in der Visper Spielhalle. Flügelspieler Benji Stoffel war ob des verlorenen Punktes am Boden zerstört, schrie seine Enttäuschung laut aus und musste von seinen Mitspielern beruhigt werden. Diese Szene zeigt, wie viel sich das Fanionteam für die Begegnung gegen Leimental, welches durchaus mit dem Aufstieg liebäugelt, vorgenommen hatte. Zum Spielverlauf: Visp begann abgeklärt und hatte in Rückraumspieler John Lenser von Beginn weg den offensiv dominierenden Mann auf dem Platz. Immer wieder überwand der Visper Topscorer die gegnerische Verteidigung und erzielte Tor um Tor. Defensiv lief es dank gütiger Mithilfe der beiden Torhüter Kalbermatten und Matijevic ebenfalls ziemlich rund. Die HSG Leimental bewies allerdings eindrücklich, warum sie zurzeit auf dem 2. Tabellenplatz steht. Denn obwohl die Visper ihr Fehlerpotential gegenüber der Auswärtspartie gegen die SG Basel auf ein Minimum reduziert hatten, führten die Gäste zur Pause mit 13:11. Nach dem Seitenwechsel stellte das Heimteam auf eine offensivere Deckung um. Trainer Petkevicius setzte den jungen Benji Stoffel auf den Leimentaler Topscorer an und der flinke Flügelspieler erledigte seinen Job bravourös, denn die offensive Durchschlagskraft der Gäste nahm massiv ab. Mit der aggressiveren Abwehrarbeit kam Visp in der zweiten Halbzeit bald einmal zum Ausgleich, konnte sich aber leider nicht vom Favoriten absetzen, da man durch den immensen Aufwand, den man nun in der Defensive betreiben musste, im Angriff müde war und die Angriffe lange ausspielte. Es entwickelte sich nach und nach eine regelrechte Abwehrschlacht, wobei die Torhüter auch ein gewisses Wörtchen mit zu reden hatten. Kurz vor Schluss der Begegnung hatte das Heimteam dann doch noch die Chance zum Sieg. Ein Gästeangriff wurde vom Visper Torhüter abgewehrt und man hatte nun etwas weniger als eine Minute Zeit, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Um es vorweg zu nehmen, es gelang nicht mehr den Gästehüter zu bezwingen, denn die Gäste hielten mit allen Kräften dagegen und entführten schlussendlich wenigstens einen Punkt aus dem Oberwallis. Die Enttäuschung nach dem Spiel dürfte sich allerdings auf Visper Seite bald einmal legen, denn durch diesen weiteren Punktgewinn ist der Ligaerhalt praktisch schon gesichert. Ausserdem hat man wieder mal auf eindrückliche Art und Weise gezeigt, dass man sich an einem guten Tag, und der vergangene Samstag war einer davon, vor keinem Gegner zu verstecken braucht.
KTV Visp: Kalbermatten David, Matijevic Ivan; Furrer Sascha (3), Lenser John (11), Pfaffen Samuel, Slatincic David, Stoffel Benji, Studer Joel, Vilaniskis Gintautas (6), Vomsattel Bruno, Vomsattel Rafael (4), Zuber Matthias (1)

guten Start