KTV Visp – HBC West 22:27 (8:10)

Die Visper Handballer müssen sich vor heimischem Publikum dem Favoriten HBC West geschlagen geben. In einer lange hart umkämpften Partie verlieren die Gastgeber nicht nur 2 Punkte sondern nach einer Verletzung auch noch Teamstütze John Lenser. Nach der 10. Saisonniederlage muss man bilanzieren, dass die Mannschaft ihrer Topform weiterhin hinterherhinkt.

5 Punkte aus den letzten 7 Spielen, der KTV Visp ist in der Rückrunde wahrlich nicht mit Erfolg gesegnet. Es ist schwierig Gründe zu finden, wieso der gute Rhythmus aus der Vorweihnachtszeit so abrupt geendet hat. Schaut man sich die Spielstatistiken aus den vergangenen Partien aber mal genauer an, so fällt auf, dass die Mannschaft immer häufiger hauptsächlich von den Toren ihrer beiden Ausländer John Lenser und Gintautas Vilaniskis lebt. Das Duo hat seit Jahresbeginn zusammen nicht weniger als 91 von insgesamt 178 Toren erzielt; das heisst im Klartext, mehr als die Hälfte der Visper Treffer in diesem Jahr gehen auf das Konto des Deutschen bzw. des Litauers. Einerseits ist es durchaus positiv, weiss man solche Ausnahmekönner in seinen Reihen, andererseits ist man dadurch vom jeweiligen Gegner aber auch relativ leicht einzuschätzen. Vielleicht war dies der Grund, wieso sich Trainer Vygindas Petkevicius, welcher auch über eine Spielerlizenz verfügt, sich an diesem Samstagnachmittag selber aufstellte. Seine Anwesenheit zeigte dann auch Wirkung. Im Gegensatz zur lustlosen Partie der Vorwoche in Lyss, waren diesmal ohne Ausnahme alle unter Strom und waren fest entschlossen, den Favoriten aus dem Welschland auch ein zweites Mal in die Knie zu zwingen. Von der ersten Minute an war Feuer im Spiel und es entwickelte sich eine regelrechte Abwehrschlacht. Durch die starke Deckungsarbeit beider Mannschaften, mussten die Angriffe jeweils lange ausgespielt werden dadurch konnte man zur Pause einen im 1. Liga-Handball nicht gerade alltäglichen Halbzeitstand von 8 zu 10 für die Gäste bestaunen. Nach dem Pausentee lief das Spiel der Visper dann aber auf einmal nicht mehr so, wie noch vor dem Seitenwechsel. Wie schon so oft in dieser Saison konnten die Lonzastädter ihr Spiel nicht über 60 Minuten durchziehen. Diese kleineren Unaufmerksamkeiten, wie fehlerhafte Anspiele und Fehlwürfe, welche sich in der Vorwärtsbewegung der Einheimischen nun vermehrt zeigten, nutzten die routinierten Romands rigoros aus und erarbeiteten sich einen 5-Tore-Vorsprung. Dies sollte bereits die Entscheidung bedeuteten, denn die 5 Treffer Abstand waren bis zum Schluss nicht mehr aufzuholen. Unglücklicherweise verletzte sich einige Minuten vor Schluss, der allerdings bis dahin für einmal erstaunlich blass gebliebene, John Lenser und musste daraufhin ausgewechselt werden. Ob und wie lange der Visper Topskorer ausfallen wird, ist noch unklar. Nach dieser Niederlage bleibt eigentlich nur zu sagen, dass nicht viel gefehlt hat um den Tabellenzweiten ein weiteres Mal zu bezwingen, doch in der momentanen Verfassung war wohl nicht mehr möglich.

KTV Visp: Kalbermatten David, Millius Diego; Furrer Sascha (1), Heimgartner Benjamin, Lenser John (3), Petkevicius Vygindas (3), Slatincic Adrian, Slatincic David, Stoffel Benji (3), Studer Joel, Vilaniskis Gintautas (7), Vomsattel Bruno, Vomsattel Rafael (2),  Zuber Matthias (3)

Den ersten Matchball vergeben

SG Visp/Visperterminen verliert auswärts gegen den HV Herzogenbuchsee

 

Als aktueller Leader hatte die SG Visp/Visperterminen am vergangenen Samstag beim letztjährigen Qualifikationsersten HV Herzogenbuchsee anzutreten. Das Hinspiel konnten die Oberwalliser in extremis für sich entscheiden. So stellten sich die Gäste, die verletzungsbedingt lediglich mit einem gelernten Flügelspieler anzutreten hatten, auf ein enges Spiel ein. Es vermochte sich denn auch keine Mannschaft abzusetzen, so dass Coach Marc Wyssen nach 20 Minuten und beim Stand von 8:9 sein Time-Out verlangte und die Mannschaft nochmals wachrüttelte. Dies sollte seine Wirkung nicht verfehlen, konnten die Gäste mit einem zwei Tore Vorsprung in die Pause (11:13).

Nach dem Seitenwechsel folgte der glorreiche Auftritt von Häfliger Stefan und Wyssen Joel. Praktisch jeder Ball landete im Tor und zum Teil aus unmöglichen Positionen. Die beiden zeichneten sich den auch für 15 der insgesamt 24 Tore verantwortlich. Nach diesem Energieanfall führten die Gäste zwischenzeitlich mit vier Toren. Ein grösserer Vorsprung wäre durchaus drin gelegen, hätten die Oberwalliser so verteidigt wie man es von ihnen gewohnt ist. In der Defensive passte wenig bis gar nichts zusammen. Da sich die Gegner ihrerseits in der Defensive nun besser auf die Oberwalliser einstellten und die Würfe der Gäste nun statt ins Tor mehrfach am Metall landeten, konnten die Gastgeber in der 53. Minute den Ausgleichstreffer zum 22:22 markieren. In der hektischen Schlussphase standen die Oberwalliser mit dem Rücken zu Wand: Die Gastgeber gingen mit 25:24 in Führung, die Gäste kassierten ihrerseits eine Zeitstrafe und standen 30 Sekunden vor Schluss in der Defensive. Um überhaupt noch einmal im Ballbesitz zu kommen, wurde beschlossen, die Gastgeber aufs Tor werfen zu lassen und auf einen Gegenstoss zu spekulieren. Zumindest der erste Teil funktionierte, die Gastgeber verfehlten das Tor, aber der Gegenstoss wurde unterbrochen, so dass den Oberwallisern nach dem Schlusspfiff lediglich noch ein Freistoss zustand. Dieser schrammte knapp am Tor vorbei und so mussten sich die Oberwalliser mit 25:24 geschlagen geben. „Wir haben es verpasst, heute einen grossen Schritt Richtung Aufstiegsrunde zu machen und den Sack vorzeitig zuzumachen. Die nächste Chance bietet sich uns aber am kommenden Samstag gegen den HBC Sense“, so Captain Häfliger.

 Für die SG Visp/Visperterminen spielten:

Pfammatter Stefan, Pfammatter Ralf (Torhüter), Häfliger Stefan (9), Knubel Christian, Kummer Dominique, Pfaffen Samuel (3), Stucky Thomas (2), Studer Florian, Studer Samuel (1), Wyssen Joel (6), Zimmermann Daniel (3)

PSG Lyss 2 – KTV Visp 24:28 (14:16)

Der KTV Visp findet zurück auf die Erfolgsspur. Nach zuletzt zwei herben Schlappen setzt sich die Mannschaft von Trainer Petkevicius in einem unspektakulären Spiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Lyss sicher durch, jedoch ohne vollends zu überzeugen.  

Eines ist schon mal vorwegzunehmen, der KTV Visp muss im Gegensatz zur letzten Saison nicht bis zur letzten Runde um den Abstieg zittern. Nach dem Sieg am Wochenende ist ein erstes Ziel, der Ligaerhalt, auch rechnerisch gesichert. Doch was nun? Welche Motivation bleibt noch in den verbleibenden 4 Partien. Ein Ziel könnte sicherlich sein, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern, denn auf die viertplatzierten Solothurner hat man bis dato nur 3 Punkte Rückstand. Zuletzt zeigte sich aber, dass der Mannschaft zurzeit die nötige Konstanz ein wenig abgeht. Dies zeigte sich auch am vergangenen Samstag in der Sporthalle Grien. Wie schon so oft in dieser Saison begann man sehr zögerlich und dem neutralen Zuschauer wäre mit Sicherheit nicht aufgefallen, dass hier der Tabellenletzte auf dem Platz war. Denn es waren die Lysser welche zu Beginn das Tempo vorgaben. Bei den Vispern war die Verunsicherung nach den Kanterniederlagen in Solothurn und gegen Genf vor heimischer Kulisse deutlich zu spüren. Vor allem im Abwehrverbund liess man die nötige Aggressivität und demzufolge auch die nötige Härte vermissen. Nachdem die allgemeine Verunsicherung ein wenig abgelegt worden war, steigerten sich die Oberwalliser ein wenig, allerdings ohne zu überzeugen. Denn durch die Tatsache, dass sich die Gäste nun dem Niveau der Lysser anpassten, entwickelte sich nach und nach ein lahmes Handballspiel. Durch gute Wurfquoten von Topskorer John Lenser und Neuzugang Gintautas Vilaniskis lag man zur Pause aber mit 2 Toren in Front. Auch in der zweiten Halbzeit wartete man vergeblich auf hohe Handballkunst. Irgendwie schien es, als würden die Visper mit angezogener Handbremse spielen und sich nur auf die Wurfqualitäten ihrer Rückraumschützen verlassen, zu welchen sich nach der Pause wenigstens noch Spielmacher Matthias Zuber gesellte. So ging es hin und her. Die Lysser konnten scheinbar nicht mehr als das was sie zeigten, was vermuten lässt, dass sie zu Recht die rote Laterne der Tabelle innehaben und die Visper wollten wohl nicht mehr als ihren 4-Tore-Vorsprung über die Zeit schaukeln und dann so schnell wie möglich zurück ins Wallis. Schlussendlich war der Auswärtssieg hier nie in Gefahr, aber niemandem ist ein solch lustloser Auftritt zweier Mannschaften zu gönnen. Wollen die Lonzastädter tatsächlich noch einen Schritt nach vorne tun, so muss man sich am kommenden Samstag gegen den HBC West gehörig am Riemen reissen.

KTV Visp: Kalbermatten David, Matijevic Ivan; Furrer Sascha (3), Heimgartner Benjamin, Lenser John (6), Slatincic Adrian, Stoffel Benji, Studer Joel (1), Vilaniskis Gintautas (8), Vomsattel Bruno, Vomsattel Rafael (4), Widmer Florian (1),  Zuber Matthias (5)

TV Solothurn – KTV Visp 42:22 (21:11)

Herber Rückschlag für den KTV Visp. Die Oberwalliser sind in Solothurn völlig von der Rolle und werden vom Gastgeber mit 20 Toren Differenz nach Hause geschickt.

Nach dem völlig missglückten Auftakt in die diesjährige Meisterschaft, mit zum Teil niederschmetternden Resultaten, hat sich der KTV Visp in den vergangenen Wochen und Monaten gefangen. Ein Grund dafür mag die Verpflichtung des litauischen Routiniers Vilaniskis sein, ein anderer die erhöhte Leistungsbereitschaft in dem zweifellos äusserst talentierten Team. In jüngster Vergangenheit feierte man unter anderem Punktgewinne gegen die selbsternannten Aufstiegsanwärter Handball West, Birsfelden und Leimental und das Ende der Fahnenstange schien noch nicht erreicht zu sein. Nun, trotz Einsatz und Selbstvertrauen gibt es im Sport Momente, an denen schlichtweg alles in die Hose geht. Der vergangene Samstag war für die Visper Handballer so einer. Topmotiviert reiste man am Tag der grossen Fasnachtssause in Visp nach Solothurn. Die Marschroute war klar: in der Deckung so arbeiten wie zuletzt gegen Crissier und Leimental und dann schnörkellos nach vorne spielen. Soviel zur Theorie. In der Praxis aber schlug die Begegnung schon nach wenigen Minuten in eine aus oberwalliser Sicht völlig falsche Richtung ein. Von Beginn weg lief bei den Vispern nichts zusammen. Pässe landeten im Niemandsland, der Angriff war ein laues Lüftchen und die Abwehrarbeit verdiente ihren Namen nicht. Die Gastgeber liessen sich nicht zweimal bitten und zogen bis zur Pause auf 10 Tore davon. Nach dem Seitenwechsel konnten die Lonzastädter zwar die Fehlerquote reduzieren, die Solothurner, um den ehemaligen Visper Zsolt Toth, blieben aber mindestens eine Klasse besser. So verlor man schlussendlich und man muss es leider sagen, auch in dieser Höhe verdient mit 42:22. Während sich die Gastgeber nun über ihre Vorräte an Öufi-Bier hermachten um den Kanterseig gebührend zu feiern trat die Mannschaft von Trainer Petkevicius gefrustet die Heimreise durch die NEAT an. Es bleibt zu hoffen, dass das Team diese Niederlage so schnell wie möglich aus dem Gedächtnis löschen kann, denn der nächste Gegner, der Tabellenführer aus Genf, dürfte nicht gerade als Aufbaugegner angesehen werden. Der KTV Visp hat zwar bisher gezeigt, dass er auch qualitativ bessere Mannschaften schlagen kann, am Samstag ist zur allgemeinen Wiedergutmachung aber ein weiterer Beweis fällig. 

KTV Visp: Kalbermatten David, Matijevic Ivan; Furrer Sascha, Heimgartner Benjamin (1), Lenser John (5), Slatincic Adrian, Slatincic David, Stoffel Benji (1), Studer Joel, Vilaniskis Gintautas (9), Vomsattel Bruno (1), Vomsattel Rafael (5), Widmer Florian,  Zuber Matthias

KTV Visp – Crissier-Lausanne 32:19

Der Aufsteiger Crissier-Lausanne erweist sich als schwacher Gegner, und wird mit 13 Toren Differenz aus der Visper Spielhalle gefegt. In einer für den Zuschauer äusserst unterhaltsamen Partie, holen sich die Oberwalliser den siebten Saisonsieg und vergrössern damit ihr Polster auf den Relegationsplatz auf 9 Punkte. Darüber hinaus werden die Vertragsverlängerungen von Topskorer John Lenser und Trainer Vygindas  Petkevicius bekanntgegeben.

Vor den schwierigen Begegnungen gegen Solothurn und Chênois-Geneve ging es am Samstag auch darum, Selbstvertrauen zu tanken. Allerdings hatten die Gäste aus Crissier zwei Wochen zuvor einen überraschenden Heimsieg gegen die Vikings aus Liestal gefeiert und waren dementsprechend nicht darauf aus, Visp die Punkte ohne Gegenwehr zu schenken, obwohl sie mit gerade mal einem Ersatzfeldspieler ins Oberwallis gereist waren. Und tatsächlich legte der Aufsteiger äusserst couragiert los. Man merkte zwar, dass der Tabellenzehnte qualitativ zurzeit nicht auf dem Level anderer Mannschaften spielen kann, doch machten sie dies mit sehr viel Einsatz wett und da das Heimteam seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht hatte, stand es nach 12 Minuten dementsprechend auch nur 6:6. Dies war Trainer Petkevicius deutlich zu wenig. Er löste sogleich sein Time-Out ein und nahm sich seine Spieler zur Brust. Und siehe da, sofort wurde das Spiel besser. Im Angriff wurde flüssiger durchgespielt und vor allem stand die Deckung mit gütiger Mithilfe von Torhüter Matijevic nun bombenfest. Dieser Tempoverschärfung  musste Crissier aufgrund mangelnder Alternativen auf der Bank bald einmal Tribut zollen und der Gastgeber erspielte sich bis zur Pause einen 10 Tore Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel wurde die Stammformation nach und nach durch Ergänzungsspieler wie Vomsattel und Widmer ersetzt, welche sich in der Abwehr ohne Anlaufschwierigkeiten auf demselben Niveau einfügten wie die Arrivierten, jedoch im Angriff das eine oder andere Mal die letzte Konsequenz vermissen liessen. Dennoch gelang es den Vispern den Vorsprung auf 12 Treffer auszubauen. Mitte der zweiten Halbzeit vereinsamte der Trainer des Aufsteigers dann vollends, da sich einer seiner Schützlinge eine rote Karte eingefangen hatte und die Schlussphase der bereits entschiedenen Partei von der Tribüne verfolgen musste. Zum Schluss setzte sich der KTV Visp klar aber und in dieser Höhe verdient mit 32:19 durch und liess sich vom Publikum feiern. Das Selbstvertrauen für die kommenden Partien ist zweifellos vorhanden, jetzt müssen nur noch die Punkte her.

KTV Visp: Kalbermatten David, Matijevic Ivan; Furrer Sascha, Heimgartner Benjamin, Karlen Aaron, Lenser John, Slatincic Adrian, Slatincic David, Stoffel Benji, Studer Joel, Vilaniskis Gintautas, Vomsattel Bruno, Vomsattel Rafael, Zuber Matthias

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1. Mannschaft
KTV Visp
:
BSV Bern Muri
22
27
2. Mannschaft
Herzogenbuchssee
:
KTV-Visp
25
24